Im Rahmen der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst in Deutschland wurde auch in diesem Jahr der dbb-Sonderpreis „Digitale Transformation“ verliehen. Aus insgesamt zehn eingereichten Arbeiten entschied die Jury, den Preis zu teilen und zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten auszuzeichnen.
Ein besonderer Dank gilt dem Preisstifter Maik Wagner und dem dbb beamtenbund und tarifunion, die mit diesem Preis die Bedeutung von Wissenschaft, Innovation und Verwaltungsmodernisierung nachhaltig unterstützen. Ebenso danken wir Bernd Krösser, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für die Wertschätzung gegenüber den Hochschulen für den öffentlichen Dienst und ihren Beitrag zur Weiterentwicklung einer modernen, leistungsfähigen Verwaltung. Die Laudationes hielt, wie auch beim traditionellen dbb-Preis, Prof. Dr. Jürgen Stember, Präsident der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst. Er machte deutlich, dass erfolgreiche digitale Transformation nicht allein von Technik abhängt. Entscheidend sind strategische Weitsicht, organisatorische Veränderungsfähigkeit und der Aufbau neuer Kompetenzen im öffentlichen Dienst.
dbb-Sonderpreis „Digitale Transformation“ 2026 (geteilt):
Marc Günther Stahmer
„Digitalisierung und strategische Unabhängigkeit am Beispiel des Zivilschutzes“
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass digitale Transformation immer auch eine Frage staatlicher Souveränität, Krisenfestigkeit und Resilienz ist. Gerade in Zeiten hybrider Bedrohungen und wachsender Abhängigkeiten von digitalen Infrastrukturen liefert sie wertvolle Impulse für die strategische Weiterentwicklung des öffentlichen Sektors.
Marie Lena Welp
„Die Kompetenzpflicht nach Art. 4 der Europäischen Verordnung über Künstliche Intelligenz: Verpflichtungen, Umsetzungsmöglichkeiten und Konzeption eines KI-Kompetenzmodells für den Landkreis Osnabrück“
Hochschule Osnabrück
Mit ihrer Arbeit rückt sie einen entscheidenden Erfolgsfaktor der digitalen Transformation in den Mittelpunkt: die Menschen. Ihr wissenschaftlich fundiertes KI-Kompetenzmodell zeigt, wie Verwaltungen die Anforderungen der europäischen KI-Verordnung in konkrete Qualifizierungs- und Entwicklungsstrategien übersetzen können.
Beide Arbeiten stehen beispielhaft für das, was die Hochschulen für den öffentlichen Dienst auszeichnet: wissenschaftliche Exzellenz, hohe Praxisorientierung und konkrete Beiträge zur Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens. Nicht nur die beiden prämierten, sondern alle 10 eingereichten Arbeiten werden aktuell in einem gemeinsamen Band im NOMOS-Verlag publiziert.
Herzlichen Glückwunsch an die beiden Preisträgerinnen und Preisträger zu dieser besonderen Auszeichnung!


