Die öffentliche Verwaltung steht unter Reformdruck. Die Frage, ob wir einen „neuen Staat“ brauchen, ist deshalb Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels für das gesamte politisch-administrativen System. Demografischer Wandel, Digitalisierung und die zunehmende Komplexität staatlicher Aufgabenerfüllung fordern eine Verwaltung, die effizient, lernfähig, resilient und bürgernah agiert.
Die Tagung „Brauchen wir einen neuen Staat? Verwaltungsreformen zwischen demographischem Wandel, Bürokratieabbau und Digitalisierung“ im September 2025 in Halberstadt hat diese Herausforderungen in ihrer ganzen Breite aufgegriffen. Die in diesem Tagungsband versammelten Beiträge hochkarätiger ExpertInnen aus Hochschulen und Praxis dokumentieren den Stand der wissenschaftlichen Diskussion und zeigen konkrete Reformansätze, Innovationen und strategische Perspektiven für eine zukunftsfähige Verwaltung auf.
Ein zentrales Thema ist der Bürokratieabbau. Er bedeutet, Prozesse neu zu denken, Schnittstellen zu vereinfachen und rechtliche wie organisatorische Komplexität zu reduzieren. Die Beiträge zeigen, dass dies nur gelingen kann, wenn die Verwaltungen nicht als starre Systeme, sondern als lernende und agile Organisationen verstanden werden.
Das Herausgeberwerk ist als Band 18 der Schriften des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst im April 2026 erschienen.

